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Das Original Hellinger® Familienstellen von Bert und Sophie Hellinger wird weltweit durch die Hellinger®schule angeboten.

Beim Original Hellinger® Familienstellen zeigt sich, was in Familien krank macht und den Einzelnen an einem erfüllten Leben hindert. Die Hintergründe von Konflikten im privaten und beruflichen Alltag werden erkannt und aufgelöst.

Die Hellinger®schule ist eine staatlich anerkannte Schul- und Bildungsmaß-nahme für Erwachsene.

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Die Mutter

Ich möchte mit euch eine kleine Meditation machen, damit wir uns sammeln können auf das, was auf uns zukommt.

Sammlung heißt: Wir werden auf der einen Seite leer, und richten uns auf der anderen Seite auf etwas aus, das vor uns liegt. Wenn wir uns ausrichten auf etwas, das vor uns liegt, kommen wir manchmal an eine Grenze, im Fühlen und in der Erkenntnis. Wenn wir uns sammeln, gewinnen wir die Kraft, über diese Grenze hinauszublicken und die ersten Schritte über diese Grenze hinaus zu wagen.

Was ist die Grenze, welche die meisten Menschen zurückhält, dass sie nicht weitergehen? Was ist das Problem, wenn sie nicht weiterkommen?

Es ist die Unterbrechung einer Bewegung hin zur Mutter.

Jetzt bleiben wir an dieser Grenze stehen und schauen über sie hinaus auf unsere Mutter. Neben ihr steht unser Vater. Wir machen uns klein vor ihnen, denn sie sind groß, und wir sind klein. Das Leben, unser Leben, kommt zu uns durch diese Eltern.

In der Weitergabe des Lebens haben sie alles richtig gemacht.

Als Eltern sind sie in dieser Hinsicht vollkommen.

Nun schauen wir auf sie und sagen der Mutter: „Liebe Mama, meine Mutter. Von dir nehme ich das Leben, das du mir geschenkt hast, mit allem Drum und Dran.“ Wir sagen es auch dem Vater: „Von dir nehme ich es mit allem Drum und Dran, und zum vollen Preis den es dich gekostet hat und den es auch mich kostet. Mir ist es dieses alles wert.“

Dann schauen wir hinter sie auf ihre Eltern - und ihre Eltern - und ihre Großeltern und Urgroßeltern und die zahllosen Generationen, durch die das Leben über sie zu uns gekommen ist. Wir machen uns weit und nehmen es in seiner Fülle in uns hinein. Keiner unserer Ahnen hat etwas zurückgehalten. Keiner konnte etwas hinzufügen. Durch alle diese Generationen kommt das Leben zu uns ganz und rein.

Dann lehnen wir uns mit dem Rücken an unsere Eltern an und schauen vorwärts: auf die eigenen Kinder - und die Kindeskinder - und die Generationen, die noch kommen. Wenn wir keine Kinder haben, schauen wir mit Liebe auf andere Kinder und fühlen auch uns wie unsere Eltern im Dienst des Lebens. Dann sind wir nur noch einer oder eine unter vielen. Nichts Besonderes. Nicht größer, aber auch nicht kleiner. Das Leben hat uns alle auf gleiche Weise in Besitz genommen. Wir nehmen es. Es fließt durch uns weiter und erreicht durch uns auch viele andere.

Wenn wir anderen helfen wollen, wenn wir uns zum Helfen aufgerufen fühlen, bleiben wir auch in dieser Haltung. Etwas fließt durch uns durch, das von weither kommt. Wir fühlen uns wie ein Brunnen, der unaufhörlich fließt. Doch es ist nicht unser Wasser. Es fließt nur durch uns durch. So wird unser Helfen demütig, ohne persönlichen Anspruch. Wir sind nur Mitmenschen, allen gleich, allen durch das gleiche Leben verbunden.